In die Erfolgsgeschichte des Bürgerbusvereins mischt sich ein Wermutstropfen

Dülmen (von Claudia Marcy).  Das eine oder andere Mitglied des Bürgerbusvereins Merfeld und Hausdülmen, das am Freitag zur Versammlung in den Sitzungssaal des einsA nach Dülmen gekommen war, hatte wohl auf gute Nachrichten in Sachen neues Bürgerbusfahrzeug gehofft. Aber da konnten der Vereinsvorsitzende Jürgen Mischke und sein Stellvertreter Roland Schmidt noch keinen Erfolg vermelden.

Zwar hat der Vorstand seine Hausaufgaben gemacht, mit viel Umsicht die Entscheidung für ein neues Fahrzeug getroffen. Aber der Regionalverkehr Münsterland (RVM), der Eigentümer des Fahrzeugs sein wird, hat Einwände: Der neue Bus, so die Befürchtung, sei zu schwer, das zulässige Gesamtgewicht überschritten.

Man sei nun in weiteren Gesprächen mit der RVM-Geschäftsführung und warte zudem auf eine Stellungnahme der Bezirksregierung, welche ebenfalls eingeschaltet worden war, beschrieb Mischke den Stand der Dinge. Er verwies darauf, dass der ausgesuchte Bustyp als Bürgerbus im Kreis Steinfurt sowie in Haltern im Einsatz sei.

Ein ganz wichtiger Punkt, der für das vom Bürgerbusverein gewünschte und favorisierte Fahrzeug spricht: Hierin können problemlos Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer mitgenommen werden. Der Rollstuhl könne schnell und einfach im Bus ge- und wieder entsichert werden. Diese Möglichkeit gebe es bislang nicht, sagte Mischke.

Ein weiteres Thema, das den Bürgerbusverein beschäftigt: eine zweite Buslinie. Hierzu hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet. Die zweite Linie, so ihr Vorschlag, soll nicht wie die bisherige nach Fahrplan fahren, sondern auf Abruf. Das hätte zur Folge, dass es eine Vielzahl von Haltestellen geben könnte – schließlich müsse ja nicht jede angefahren werden, hieß es. Allerdings, auch das wurde an dem Abend deutlich, ist noch nichts spruchreif. Noch nicht einmal, wo die zweite Linie fahren werde.

Offiziell verabschiedet aus dem Bürgerbusteam wurden zwei „Urgesteine“ des Vereins, so Jürgen Mischke. Er lobte die Verdienste des früheren Ortsvorstehers aus Merfeld, Helmut Temming, und des früheren Fahrdienstleiters Heinz Mensmann und überreichte als Dankeschön je einen Präsentkorb. Helmut Temming bedankte sich seinerseits bei den vielen Fahrerinnen und Fahrern, „die immer zur Stelle waren und ehrenamtlich fahren“.

Ebenfalls ausgeschieden aus dem Verein ist Heinrich Plastrotmann. Neues Vereinsmitglied ist Merfelds neuer Ortsvorsteher Dr. Hugo Schulze Hobbeling. Auch vier neue ehrenamtliche Fahrer wurden auf der Versammlung begrüßt: Achim Welling, Burkhard Romkopf, Manfred Rickhoff und Heinrich-Wilhelm Ickerott.

Nach dem Bericht von Kassenwart Franz-Josef Gerding sowie Kassenprüferin Margret Frerick (die zusammen mit Bernhard Hölker die Kasse geprüft hatte), wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Neuer Kassenprüfer ist Heribert Wautmann. Fahrdienstleiter ist Rolf Barnutz, der dieses Amt bereits kommissarisch ausgeübt hatte. Bislang war er als Beisitzer im Vorstand aktiv. Für diesen freigewordenen Posten fand sich allerdings kein Bewerber oder keine Bewerberin.

Eindringlich appellierte der Vereinsvorsitzende an die Mitglieder, sich über die ehrenamtliche Arbeit als Busfahrer oder -fahrerin hinaus in die Vereinsarbeit einzubringen – etwa bei der Vorbereitung von Veranstaltungen oder im Vorstand. Niemand werde alleingelassen, sicherte er seine Unterstützung zu. „Wir sind eine Truppe“, betonte er.

Gut unterstützt fühlt sich der Bürgerbusverein nach Worten Mischkes von der Stadt Dülmen. Markus Mönter, Stadtbaurat und Beigeordneter der Stadt, hatte zu Beginn der Versammlung Grußworte an die Anwesenden gerichtet und mit Nachdruck für ihren ehrenamtlichen Einsatz gedankt. „Der Bürgerbusverein deckt Lücken ab, für die wir als Stadt sonst keine gute Lösung hätten.“

Bürgerbus in Zahlen

Im Jahr 2025 wurden 17.627 Fahrgäste transportiert – 14 Prozent mehr als 2024.
Während die Anzahl der Fahrgäste seit Aufnahme des Betriebs im Jahr 2018 gestiegen ist, kann auf der Einnahmenseite kein entsprechendes Plus verzeichnet werden. Grund: Gut die Hälfte der Fahrgäste nutze inzwischen das Deutschlandticket.

 Quelle: Dülmener Zeitung 20.4.2026 / DZ-Foto: Marcy

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