Auf Hygiene wird geachtet
Dülmen. Wenn heute Abend der Vorstand des Bürgerbusvereins Merfeld und Hausdülmen tagt, geht es auch um Zahlen: Wie viele Menschen nutzen nach der corona-bedingten Zwangspause den Bürgerbus, welche Strecken sind besonders frequentiert, wo sieht es eher mau aus? Für die Dülmener Zeitung hat Winfried Seysen, Kassenwart des Vereins, schon mal nachgesehen, wie sich die Fahrgastzahlen seit der Wiederaufnahme des Fahrbetriebs vor zwei Wochen entwickelt haben.
Erste Vergleiche der eingenommenen Fahrgelder haben ergeben, dass rund 60 Prozent der vor Corona erzielten Einnahmen erreicht werden konnten. „Wir gehen davon aus, dass zum einen noch Vorbehalte wegen möglicher Ansteckung, und zum anderen noch die Unkenntnis über die neue Betriebsaufnahme zu dem derzeitigen Niveau beiträgt“, sieht Seysen noch deutlich Luft nach oben.
Generell sind die Fahrgastzahlen im Nahverkehr drastisch zurückgegangen, beklagte jüngst der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Die Angst vor Ansteckung sollte niemanden davon abhalten, in den Bürgerbus zu steigen, findet Wilhelm Espeter, kommissarischer Vorsitzender des Bürgerbusvereins. „Im Bus tragen alle Fahrgäste eine Atemschutzmaske, jeder Bus verfügt über Desinfektionsspender und der Fahrer ist durch eine Plexiglasscheibe geschützt“, zählt er auf. Notfalls kann der Fahrer auch mit einer Maske aushelfen, falls ein Fahrgast keine dabei hat.
Was das Anruf-Sammel-Taxi (AST) angeht, so wird dieses wieder mehr angenommen. Wurden im Mai noch 14 Passagiere gezählt, so waren es im Juni 36, berichtet Astrid Herdering, RVM-Sprecherin für die Kreise Coesfeld und Borken. Am meisten genutzt von den insgesamt drei Strecken wurde die von Hausdülmen über Dülmen nach Hiddingsel. Praktisch überhaupt nicht nachgefragt war die Tour von Merfeld über Buldern nach Hiddingsel. Was die Sprecherin betont: Die AST-Angebote werden weiterhin um 22 Uhr enden. „Es gibt keine weiteren EInschnitte und auch keine Ausweitung auf den usprüglichen Fahrplan.“